
Im Jahre 1988 gründeten fünf junge Musiker in Halifax, England eine Band. Um dem düsteren Klang ihrer Musik Rechnung zu tragen, entliehen sie bei John Milton den Namen seines größten Werkes: Paradise Lost.

Mit dem dritten Album Shades of God erfolgte 1992 der Wechsel zu Music for Nations. Das alte, verschnörkelte Logo - Markenzeichen vieler Death Metal-Bands - war verschwunden und auch der Klang hatte sich im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben gewandelt, insbesondere am jetzt nur noch (sehr) rauhen Gesang Nick Holmes' wurde eine Abkehr vom Death Metal offenkundig, insofern lässt sich dieses Album am ehesten als Doom Metal mit leichten Death Metal-Einflüssen beschreiben. Es enthält mit As I die den vielleicht größten Hit Paradise Losts, jedoch nur als Bonustitel auf der CD-Version. 1993 erschien mit Icon ein weiterer Meilenstein in der Diskographie der Engländer, ein Album, dass fast nur Hits enthielt (Embers Fire, Remembrance, True Belief usw.) und einen stimmlich soweit gewandelten Nick Holmes zeigte, der eine rauere Version von James Hetfield gab - die Death-Metal-Einflüsse waren auf diesem Album so gut wie ganz verschwunden.1995 erschien mit Draconian Times ein weiteres (Gothic-) Metal-Album, was wie eine verfeinerte Version des Vorgängers erscheint. Um diesen Zeitpunkt erreichten Paradise Lost innerhalb der Heavy Metal-Szene ihre größte Popularität, unter anderem spielte man vor 120 000 Zuschauern als Headliner auf der 95er-Ausgabe des Dynamo Open Air.